how to referat

mein gesamter 2. studienabschnitt besteht aus prüfungsimmanenten lehrveranstaltungen. das ist einerseits gut, weil wenig massenabfertigung und diskussionen möglich, andererseits schlecht weil zeitbudget naja und viel zu oft miese didaktik.

oft hab ich mich ja schon über die unsitte beschwert, dass lv-leiterInnen sich in einem referatsmarathon durchs semster wälzen, falls es noch nicht durchgedrungen ist: liebe lehrende, das ist KEINE didaktik!

auf der anderen seite hab ich mich fast noch öfter über schlechte referate von studierenden geärgert, in denen kein funken mühe steckte. gut, wenn mensch 7 referate im semester halten muss, nutzt mensch mit der zeit auch ab, aber auch ohne viel  zeitaufwand wär ne mündliche präsentation nicht so schwer zu machen. hier ein paar anregungen für die streberInnen unter uns:

1) es gibt einen grund, warum lv-leiterInnen seminararbeiten VOR dem referatstermin verlangen. nicht nur, dass faule studis wie ich die abgabe dann nicht 5 semester hinauszögern, nein, die inhaltliche vorbereitung auf das referat ist wirklich besser. falls ihr das noch nie gemacht habt, versuchts mal – 100 zu 1.

2) verschiedene präsentationsmedien haben haben unterschiedlichen nutzen. wenn exakt dasselbe im powerpoint, auf den handouts und auf der vortragsunterlage steht, bringt sich die sache wenig. hier ein kleines how-to:

a) powerpoint: gebt den leuten einen grund, hinzusehen! dh, es müssen visuelle anreize geschaffen werden, die am handout nicht gelingen würden und der illustration des gesprochenen dienen (grafiken mit lesbaren beschriftungen, fotos, dokumente…). die keep-it-short-and-simple-regel solle sich eigentlich schon allen eingebrannt haben, aber mensch weiß ja nie, deshalb noch mal: weniger ist mehr. nur was unbedingt zur orientierung da sein muss, kommt ins ppt!

b) vortragsunterlage: die ist fast so wichtig wie der vortrag selbst. da soll abgestimmt auf die folien der kluge input drauf – also hard facts, jahreszahlen, argumente, hintergründe und so weiter. ein spannendes referat beginnt mit der frage „kann ich meinem publikum etwas neues erzählen und beibringen?“ –  und das soll im idealfall dann mit dem gesprochenen wort passieren. ein umfassendes runterbeten des seminararbeits-inhaltes bringt weniger als die auswahl prägnanter beispiele zur illustration des gesamten themas. und genau deshalb taugt auch die vorher geschriebene seminararbeit NICHT als vortragsunterlage. schreibt was neues!

c) handout. völlig unterschätztes medium in der referatsgestaltung. im idealfall ersetzt es für eure faulen zuhörerInnen das mitschreiben, für euer engagiertes publikum lässt es platz zum notieren eigener gedanken/fragen und verfügt über hinweise zu weiterführender literatur. in KEINEM fall ist es der ausdruck der powerpoint-folien.

3) üben! egal, wie oft ihr schon referate gemacht habt, wie sicher ihr frei sprecht, wie gut ihr euch in dem thema auskennt – übt das referat gefälligst, bevor ihr es anderen leuten zumutet! erst im gesprochenen wort stellt sich heraus, ob ihr selbst vor langeweile einschläft oder der aufbau zur vermittlung der inhalte taugt. und ob es nicht doch ein weeeeeenig zu lang ist.

4) haltet euch an zeitbegrenzungen. zum wohle der allgemeinheit. und auch was für lehrende: referate, die länger als 25 minuten dauern, enden für alle beteiligten im 0/8/15 seminar meistens in einer multiplen katastrophe.

klugscheiß ende.

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