ein Verkaufsgenie.

Ich habe hier schon einmal die schwiergie Beziehung zwischen P. und seinem Schischuh geschildert. Es ist war so ein geschäumtes Folterding (kauft euch nie ein geschäumtes Folterding), in das ma nur bei Plus 22 Grad reinkommt, sonst ist die Schale zu hart. Für Wintersportgeräte ja eher eine unpraktische Eigenschaft.

Da mein Schuh nach fast 10 Jahren den Geist aufgegeben hatte, zogen wir letztens los, um mir einen neuen zu kaufen, P. kam natürlich mit, nahm sein Folterinstrument mit und fragte, ob da was zu machen sei. „Na, bei denan kennan ma nix doa, oba i moch da a Ongebot“, die prompte Antwort des gerissenen Verkäufers. Er steckte P. und mich in Hauspatschen, die sich auch als Schischuhe eignen und ließ uns damit ein wenig im Geschäft herumspazieren. Die Folterinstrumente würde er behalten – ein genialer Schachzug: So würde sich P. in Zukunft nicht bei jedem Gang in den Keller, der drohenden letzen Ruhestätte der Schaumschuhe, an diese Fehlinvestition in Hartplastik erinnert fühlen und sich im Gegenzug über den enormen (?) Rabatt freuen, den wir bekommen würden. Auf dem Taschenrechner tippte das Verkaufsgenie die Summe des „Ongebots“ ein – „I glab des is a fairer Preis“, P. nickte, wir zogen die Hauspatschen wieder aus, unsere dagegen nahezu ungemütlichen Winterschuhe wieder an, P. gab eine große Summe Plastikgeld aus (wir hatten natürlich auch je noch ein Paar Schisocken um 40 Euro gekauft – ich mein, Socken um 40 Euro?! Dafür blieben wir bei den neuen Schi standhaft, obwohl sich P. wohl demnächst einen zum Ausprobieren abholen wird und wir das für mich angebotene Paar für M. auf die Seite legen haben lassen, ma weiß ja nie, so a Ongebot gibts vielleicht nie wieder.), ich bedankte mich bei P, wir verließen den Schauplatz.

Heute haben wir uns wie Schneekönig und Schneeprinzessin über die neuen Hauspatschen gefreut – ich mein, die taten nicht mal beim ersten Mal fahren weh. Das Verkaufsgenie hat uns also auch einen großartigen Firntag verkauft, und das ist tatsächlich ein außergewöhnliches Ongebot.

Damit in dem Blog mehr Bilder sind, möchte ich diesen Beitrag zusammenhangslos mit dem leckersten Faschingskrapfen der Welt illustrieren (oft kopiert, nie erreicht, hier zu kaufen).

bester Faschingskrapfen der Welt.

Und fürs Post Scriptum:

Könnte die Wintersportartikeldesignindustrie bitte aufhören, GLITZERNDE Damenschischuhe herzustellen? Ich mein, ma siehts zum Glück bei einiger Entfernung nicht, aber ich habe jetzt weiße, GLITZERNDE Schischuhe. Die Alternative wären entweder Rennschischuhschraubstöcke oder Designs à la Arschgeweih gewesen. Muss das sein?

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “ein Verkaufsgenie.

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