Schlagwort-Archive: ärger

please…

… fall into oblivion:

Karl Lagerfeld.

Woody Allen.

Charly Sheen.

you make me want to vomit. people who adore you make me want to vomit.

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Eingeordnet unter genderize, irgendwas mit medien, seriously?

kann bitte irgendwer den affen dressieren?

samstag morgen. kaffee, computer, standard lesen. sommergespräch: faymann und resetarits – spannend, denk ich mir.

Es hat mich eine halbe Stunde emotionale Anstrengung gekostet, dieses Interview zu Ende zu lesen. Ich glaube, es gehört zum Miesesten, was ich jemals von Faymann mitbekommen hab. Er versucht Staatsmännisch zu wirken und meint doch tatsächlich, dass sich Österreich die neue Mittelschule derweil nicht leisten kann, weil ma kann ja nicht immer alles auf Pump finanzieren und so. Irgendwer muss doch bitte auf die Budgetdisziplin achten. Und er ist gegen Asylmissbrauch. Nur damit das klar ist. Das mit dem Asyl-Dings ist ja wirklich nur wegen dieser blöden Innenministerin so ungut. Gesetzte ändern? Woher. Und dann erklärt er dem Resetarits, dass wenn der Ostermayer die Asyl-Geschichten über hätte ja das Verhältnis zwischen den NGOs und der Regierung so viel toller wäre.

Auch Maschek haben künftig weniger zu tun in puncto eigene Texte schreiben – den Faymann kann ma im Originalwortlaut kabarettistisch vertonen:

Standard: Herr Resetarits, Sie sind Mitinitiator der Initiative „Machen wir uns stark“. Im Aufruf zur Kundgebung am 18. September heißt es: „Zauderer, Zyniker und Zündler waren lange genug am Wort.“ Wo würden Sie Bundeskanzler Faymann da einordnen?

Resetarits: Wenn ich ihn einordnen muss, bei den Zauderern.

Faymann: Man muss mich aber gar nicht einordnen, oder?

Das „hihihi, grüßgoooooood, grüßgooooooood, hihihi, wieadaschaaaaaun“ hallt schon von ganz allein in meinem Kopf.

Elfriede Jelinek hat scheinbar mal gesagt (ich konnte es leider nicht verifizieren, aber auch wenn sie es nicht gesagt hat, irgendwer hätte den Satz sagen müssen, er ist zu gut): Selbst wenn die SPÖ einen Schimpansen im rosaroten Tütü als Spitzenkandidaten aufstellt, würd ich rot wählen. Der Grundgedanke dieser Aussage ist mir nicht fremd, aber ich habe da eine Bedingung: Kann dieser Affe zumindest abgerichtet werden? Dass einer nicht jedes Mal, wenn ma was vom Afferl liest, gleich übel wird? Ich mein, so grundsätzlich wär ein Affe im Politgeschäft ja eine ziemlich dankbare Option. Da bieten sich tolle Alliterationen an (Primaballerina-Primat, Schimpanse schreckt schmollende Gewerkschaften auf), der Affe könnte gut Kunststücke machen, auf dem einen oder anderen internationalen Event Haarteile oder Geldbörsen mopsen (Schlagzeile: „Österreichs Kanzleraffe bohrt Sarkozy unaufgefordert ins Ohr – Deutschland begrüßt Vorpreschen der Nachbarn“), ich find das hätt was. Aber um so weit zu kommen sollte Faymanns Kabinett vielleicht mal beginnen, Jane Goodalls Aufzeichnungen zu studieren.

Alternativ fänd ich auch einen Funktionstausch zwischen Resetarits und Faymann ganz gut. Nicht weil ich glaub, dass ersterer politisch das kann, was zweiterer nicht schafft, sondern weil ich unbedingt mal Werner Faymann als Moderator von „Trost und Rat“, der Radio-Wien-Emo-Show für alte Leute hören möchte. Oder Werner Faymann ruft einfach öfter mal dort an, das geht natürlich auch.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter seriously?, sirius black

ich checks nicht.

wisst ihr, bei manchen dingen im web 2.0 check ichs einfach wirklich nicht.

ich finde, ich bin einigermaßen internetkompetent, lese online-medien sofern ich zeit dafür habe, habe meine blogs auf netvibes in 3 verschiedenen kategorien geordnet und versuche widerwilligst, mich mit twitter (mittels tweet deck) anzufreunden. und fb find ich ja ganz großartig.

was ich nicht verstehe:

1) wie kann wer ernsthaft GERNE twittern? das ist SAUMÄSSIG fad, und wenn es einen ort der billigen web 2.0 selbstdarstellung gibt, ist es dort. bei manchen twitterati frag ich mich ja, wo die die zeit dafür hernehmen. jetzt nicht für ihre „18 aktualisierungen pro tag“, sondern diese informationslawine, die der äther produziert auch noch zu verarbeiten (journalistInnen nehm ich da jetzt mal aus). und wie zum teufel filtert mensch da nach sinnvoll und nicht-sinnvoll? ich hab noch nicht rausgefunden, nach welchen maßstäben tweets zu beurteilen sind. summa sumarum: twitter ist FAD. und wenn leute körperliche entzugserscheinungen kriegen und zu ostern 40 tage twitterfasten machen dann find ich das psychotisch.

2) und dann hab ich (auch aus dem twitter-äther) folgende veranstaltung entdeckt (und dass ich sie erst jetzt entdeckt hab ist vermutlich wieder mal ein zeichen, wie viel unterschied zwischen mir und einem richtigen social media superstar ist). die re:publica in berlin. was eine trekkie convention für trekkies, ist das für blogger. für bloggerinnen nicht, leider. klar tun die auch was für gender und so – es gibt einen ziemlich spannenden track mit allen relevanten deutschsprachigen fem-bloggerinnen, aber sie schaffen es nicht, sich dazu durchzuringen, auf ihrer homepage geschlechtergerechte sprache zu verwenden. sprache schafft realität. wenn das bloggerInnen nicht wissen, wer dann?

und auch der blick auf die speakers list ist ziemlich arg: 118 männer, 34 frauen (ich hab mich sicher ein bisschen verzählt, aber die tendenz ist wohl klar ersichtlich). sich bei so einer veranstaltung darüber zu wundern, dass die blog-charts von männern angeführt werden scheint mir ein bisschen hirnrissig.

3) jetzt hab ich grad vergessen, was ich als 3) schreiben wollte… ich glaub ich wollt mir nur mal generell über die selbstreferentialität dieses social media systems aufegen, wo alle leute schreiben „rassismus ist gemein“ und sich dann wundern, warum die rechten dazugewinnen. weil sie haben sich nix vorzuwerfen, sie haben sich ja gegen rechts engagiert. auf ihrem blog. und überhaupt, diese politkerInnen. hören auf nix, was aus der blogospähre kommt.

meine meinung: ich lese sachen, finde dinge sinnvoll, aber abkaufen tu ich bloggerInnen politische empfehlungen nur, wenn sie das thema auch in echt lebten. sich mit echten menschen unterhalten. vor allem mit solchen, die social media nicht lesen oder aktiv nutzen, weil sie andere probleme im leben haben als „40 tage twitterfasten“.

und noch ein gedanke am ende: wer hat zeit für social media? studis. journis. männer. frauen nicht – deren arbeitswoche hat bis zu 70 stunden (im alter zwischen 30 und 34), während jene von männern in derselben altersgruppe ungefähr 48 ausmacht. und jetzt zählen wir eins und eins zusammen und fragen uns noch mal, warum männer die blog-charts anführen – wer checkts nicht?

11 Kommentare

Eingeordnet unter genderize, irgendwas mit medien, seriously?

ärger.

sechs phasen des ärgers

ich ärgere mich ja eigentlich ziemlich oft. z.b. über die unfähigkeit von bibliotheken, änderungen in den öffnungszeiten durch andere kanäle als den anschlag an der eingangstüre zu kommunizieren, die frau naturgemäß erst lesen kann, wenn sie vor selbigem steht. (letzte woche passiert). über fehlende kommunikationskompetenzen der meisten menschen, mit denen wirs zu tun haben (17 deka schinken kann ich lassen? – nein, ich brauch nur 10! ok dann pack ichs ihnen jetzt ein). aber ein paar sachen sind schlimmer als andere.

zum beispiel die inkompetenz von unfallambulanzen:

patient kommt, arzt blickt kurz auf den knöchel, schiebt ihn in die eine, dann in die andere richtung, patient sagt „au“. patient wird ins röntgen geschoben, kommt wieder raus. arzt sag: es ist nix gebrochen, auf wiederschaun. patient kann weder stehen noch gehen. bekommt weder krücken verschrieben noch schmerzmittel.
der orthopäde diagnostiziert am nächsten tag einen ganzen und einen halben bänderriss.

anderes beispiel:

unfallbedingt versucht, einen flug zu stornieren. geht nicht. geht nicht? geht nicht. weder eine stornierung, noch eine änderung der reisenden noch eine verschiebung. billigticket = pech gehabt. geld im finanznirvana einer internationalen fluggesellschaft versenkt. und nein, es war nicht sky europe.

umgang mit ärger will also gelernt werden. was zur überwindung definitiv nötig ist, ist ein neuer positiver anreiz. dass der schinken wenigstens dünn geschnitten wurde. dass die bücher ohne schlechtes gewissen noch ein bisschen länger behalten werden können. und dass in boston die blätter im oktober noch viel schöner und bunter sind, als sies jetzt im september gewesen wären. ein neuer luftballon am horizont, quasi.

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