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5 Sachen.

Viele Blogs, die ich gerne lese, funktionieren nach dem Muster „das hab ich heute gemacht“. Klingt eigentlich trottelsicher, aber wenn mensch sich diese Frage mal selbst stellt (ja, was hab ich heute eigentlich gemacht?), zeigen sich die Tücken dabei schnell. Bürotage mit diversen Recherchen, Leerläufen, obsessiven Internet-Surfens und online-Zeitunglesens ergeben nun mal keine lesenswerten Beiträge. Nur interessante Menschen, oder solche, die mit ihren Aktivitäten auch was von sich selbst preisgeben, liest mensch dann regelmäßig gerne. Zwei meiner Lieblingsblogs in der Kategorie sind AbsolutPatrice und FrauLiebe. Letztere macht am Sonntag immer sieben Sachen, und ich hab gedacht, heut häng ich mich da mal an. Bei mir sinds allerdings nur fünf geworden.

„Weihnachtsdekoration“ gemacht – mit Muscheln und Duftkerzen. Nachdem ich diese Supermarkt-Duftteile (Noten: frische Wäsche und „angel irgendwas“) 6 Stunden brennen hab lassen, riecht es bei mir jetzt als hätten rosarote Feen Waschmittel in die Wohnung gekotzt.

Julia Child dabei zugeschaut, wie sie mit ihren Risenhänden fachfrauisch ein Grillendl zubereitet. Diese Frau macht keine Gefangenen. Und bei vielen Dingen hat sie einfach recht, zum Beispiel: „How can a nation be great if its bread tastes like Kleenex?“ – ich stimme vollständig zu.

Mein Essen aufs beschlagene Fenster gemalt. Es gab heut einen kleinen Temperatursturz in New Orleans. Die Fenster sind natürlich kein bisschen wärmegedämmt, und so kann mensch toll zusehen wie bei fallenden Außentemperaturen die Luftfeuchtigkeit im Apartment an das Glas flüchtet. Fast hört mensch ein „swooosh“ wenn das passiert.

Zitrusfrüchte und Äpfel „dekorativ“ arrangiert. Es tut mir leid, ich kann das nicht besser. Die Grapefruits hier sehen zwar nicht ganz pikobello aus, aber ich schwöre, es sind die besten der Welt. Die sind nicht mal bitter. Warum sind Grapefruits bei uns eigentlich immer so bitter? Ist ja kein Wunder, dass die dann kein Mensch mag.

Abgewaschen hab ich dann auch. Mein Apartment hat zwar einen Geschirrspüler, offenbar legen GeschirrspülbauerInnen hierzulande aber keinen besonders großen Wert darauf, dass die tatsächlich das Geschirr sauber machen. Was sie stattdessen tun weiß ich nicht, jedenfalls muss ich alles was im Verschmutzungsgrad ein Wasserglas übersteigt höchstpersönlich schrubben. Zum Glück ist in Amerika aber alles größer – ich präsentiere: Das größte Palmolive der Welt.

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koch-cocooning?

über profi-hobbyköchInnen, unter-sich-bleiben und witzige kulinarische online-lektüre.

mein gott, muss das (arbeits)leben vieler menschen fade sein (begann sie den blogeintrag polemisch). so viel wert auf „freizeit“ ist wohl noch in keiner epoche gelegt worden, und hin und wieder kommt das gefühl auf, dass das manische suchen nach einem hobby ungeahnten stress hervorruft. ohmeingottichmusswasbesonderesmitmeinemlebenanfangenbloßwas?

sehr en vogue scheinen momentan diverse ausprägungen von extremsport (ich wett, ihr kennt auch wen, der/die wen kennt, der/die grad auf irgendeinen triathlon trainiert). für jene mit weniger ausgeprägtem selbsthass bleibt dann das metier des kreativen (tanzen, schreiben, malen, lesen, musik und so weiter), wobei aktuell die profi-hobbyköchInnen wie pilze aus dem boden schießen. und ich möchte gerne eine von ihnen werden.

profi-hobbyköchInnen.

profi-hobbyköchInnen, das sind leute, die zu hause einen gasherd haben. und eine stielkasserolle aus kupfer (oder 2). die die rindsschulter bei der biobäuerin kaufen und mit ihrem käse-händler per du sind. und es geht nicht darum, paul bocuse den rang abzulaufen, nein, nein, sondern einfach locker lässig mit qualitätsvollen zutaten sich selbst entdecken. der herausforderung stellen. um dann von erfolgreichen kämpfen jahrelang zu reden („weißt noch, der kalbsbraten bei deinem geburtstag vor 2 jahren?“).

das ziel beschäftigt mich seit einem kinoabend mit julia child und ihrer bloggenden kochbuch-fanatin julie powell (großartiger film!). ich meine, was ist das für eine geniale idee, jedes einzelne rezept eines kochbuchs auszuprobieren und darüber zu bloggen? ich verließ das kino mit dem festen entschluss, mein studium aufzugeben und ein restaurant zu eröffnen. an dieser front sind momentan nur geringe fortschritte zu vermelden.

es scheitert an der zeit, am zeitmanagement und den ressourcen – keinesfalls am willen: zum beweis hab ich mir eine kartoffelpresse und ein kochbuch gekauft. und viel darin gelesen. darüber hinaus mir von youtube gemüseschneiden beibringen lassen. und die großmütter von bekannten genötigt, kartoffelteig-geheimnisse preiszugeben.

wessen küche?

jetzt ist das aus sozologischer sicht schon auch spannend. zu hause gerne kochen für freundInnen – cocooning meets traditionalismus? nicht ganz. das kochen der profi-hobbyköchInnen ist relativ simpel, kreativ und oft zeitaufwändig. vor allem aber ist es ein kommunikatives hobby – ich stell mich doch nicht 5 stunden in die küche, um dann allein zu essen. es ist ein weg, sich anerkennung zu holen und sich zeit für die sorgfältige zubereitung eines produkts zu nehmen.

das hat nichts mit dem kochen zu tun, wie es omas und mamas halbe jahrhunderte gemacht haben – jeden tag aufstehen und eine familie kostengünstig zu versorgen hat nichts mit diesem neuen bobo-hobby gemein. gerne zu kochen muss mensch sich leisten können. das heißt, sich entscheiden zu können, ob mensch kochen will oder nicht.

herd-exhibitionismus 2.0

ich will. meistens zumindest. und viele andere wollen auch. jetzt hat sich dieses neue gehobene-mittelschicht-hobby natürlich auch aufs internet ausgebreitet. food blogging ist en vogue wie noch nie. die jungen kreativen kehren ihr cocooning zumindest virtuell ins gegenteil und palavern über osso bucco, was das zeug hält. in jedem fall treiben sich aber in diesem blog-segment einige ungemein lesenswerte zeitgenossInnen herum

ms marmite lover zum beispiel. das ist eine alleinerziehende mutter, arbeitslose aus der kreativbranche (fotografin, glaube ich) sowie begeisterte köchin, die aus der not eine tugend gemacht hat: ihren lebensunterhalt verdient sie im „underground restaurant“ – ihrem wohnzimmer, das sie kurzerhand zu einem improvisierten lokal umgebaut hat. sogar der orf  hat darüber berichtet. besonders lesenswert: das harry potter dinner. es gab treacle tart, butterbeer, sherbet lemons und einen tollen draco malfoy.

und auch peppinella kocht dir was. auf der suche nach deutschsprachigen food blogs bin ich durch zufall auf ihren gestoßen. und habe mich bei der lektüre ihres blogs köstlich amüsiert (10 euro in die schlechte-wortwitz-kassa, ich weiß) besonders der beitrag über unvollendete koch-symphonien ist ganz großartig. leidenschaftliches kochen zwischen herrn peppinello, den kleinen peppinellis und oma peppinella.

für weitere lesetipps bin ich dankbar. und wer weiß, vielleicht mutiert auch mein blog irgendwann mal zu einem unheimlich tollen und witzigem rezept-sammelsurium samt spritzigen anekdoten rund herum. irgendwann mal. bestimmt.

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Eingeordnet unter cheerio!, culture, irgendwas mit medien

categories

got some now!

the first category of categories:  which kind?

serious, seriously?, sirius black: I like puns. that’s why. and cheerio? I like the way the word sounds.

the second category of categories: what about?

photo love is for my new baby (a canon 450d), culture is the first „a bit of everything“ category, irgendwas mit medien the second. genderize is for everything related to feminism, lgbt, women in politics and so on. clever shit is self-explanatory, but I fear it might stay empty for a while, quite like economy for everyone: I think it’s important for everyone (and especially for women – get informed! empower yourselves!) to be informed about and to understand economy, as it rules most parts of our lives and is responsible for the constituion of societies – it will be a challenging (and maybe annoying, as I’m not so much into economy …) task to explain the things happening in understandable, short posts.  and last but not least there’s student things: everything related to my current profession – student and political active woman.

one may forgive my crap english.

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Eingeordnet unter cheerio!, irgendwas mit medien

Willkommen in der marvellous Welt des Web 2.0!

… wo jeder Satz eine mögliche Peinlickeit darstellt.  Z.B meine Überschrift – natürlich kann hier keineR willkommengeheißen werden, hier bist du dabei (oder nicht). Ruf ruiniert im ersten Post – sehr gut, dann eben ungeniert weiter.

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