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oh, eine hummel!

ich leide momentan am akuten „es freut mich nix sinnvolles arbeiten“ – syndrom. im normalfall funktioniert das mit dem tipp den mir jakob frei nach sacha lobos ratgeber „dinge geregelt kriegen – ohne einen funken selbstdisziplin“ ja ganz gut, und der tipp geht folgender maßen: wenn du eine sache überhaupt nicht machen willst und sie ewig hinaussschiebst, dann fülle die zeit des hinausschiebens mit to dos auf, die dir nicht ganz so sehr auf den sender gehen und dann tust du ja doch was. (oder so).

im normalfall bin ich ein enorm selbstdiziplinierter mensch. im normalfall hab ich nix gegen viel arbeiten und lesen und uni-sachen  machen. ich reg mich dann auf fb immer auf wie arm ich bin, aber sonst ist da ja nicht viel dabei.

aber diese osterferien. kaum ist mal der akute uni-stress in form von seminaren, die ich regelmäßig vorbereiten muss weg, versickert mein tatendrang irgendwo in den rillen der… ja wo eigentlich? ich glaub, wir nennen es freizeit.

ich zeichne sachen. bastle tischdeko aus filz. backe kuchen. gehe „laufen“. und gucke in den blauen himmel. ich habe mich öfter umgedreht, die schwarze gewitterwolke voll to dos hinter mir gesehen, sie angesehen, und mich unbeeindruckt wieder umgedreht. manchmal habe ich versucht, ein to do zu erledigen. so wie vorhin, als ich mich endlich mit meinem beitrag für momentum 10 auseinandersetzen wollte (was soll ich nur schreiben?). und dann… habe ich was anderes gemacht. internet-sachen. aus dem fenster geschaut. was gezeichnet. oida, ich muss mich echt mal wieder zusammenreißen.

diese zeichnung soll meine momentanen konzentrationskapazitäten verdeutlichen: ich bin beyond „oh, ein schmetterling“ – ich bin der schmetterling.

im übrigen möchte ich euch alle (wer auch immer ihr seid) 1) darauf  hinweisen, heinz fischer zu wählen (also 2 hinweise: 1a zur wahl gehen, 1b heinz fischer wählen), 2) euch dazu motivieren, zu momentum 10 zu fahren. ist echt leiwand dort (hab ich gehört.)

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2 Kommentare

Eingeordnet unter irgendwas mit medien, student things

überwintern. überwinden.

wann hat in wien eigentlich das letzte mal die sonne gescheint? kann sich irgendwer daran erinnern?

ich glaube nicht. dass hier seit monaten der hochnebel regiert fällt ja erst nach und nach auf. im november findet mensch das noch romantisch. im dezember ist es sowieso immer finster und der christkindelmarkt tröstet über viele sachen hinweg. außerdem gibts weihnachten. im jänner wird das ganze in städtischen gefilden schon schwieriger: die tage werden langsam wieder länger, mit pech liegt aber schnee, der sich innerhalb einer mikrosekunde in ekeligen matsch samt streusalz und split verwandeln. beim schuhe-ausziehen in der wohnung ergießt sich dann die ganze suppe in den flur. und jetzt ist februar. und es schneit. und schneit. meine winteschuhe sind kaputt gegangen. ich kann meinen wintermantel nicht mehr sehen.

und dann: heimaturlaub. schifahren. wunderbares schifahren. mit der gondel im inversionsklima aus der nebelsuppe auf den berg. der schnee glitzert wie im märchen (vielleicht glitzert kunstschnee besonders viel). an der hausmauer auf der schihütte ist es warm. und da, fast vergessen, taucht sie wieder auf. mensch spürt ein kitzeln auf den wangen, blinzelt ob der helligkeit – Sonne. SONNE. S O N N E. das ist das paradies. sonne, schifahren, kasnockn und kaiserschmarrn.

zurück in der stadt – ZACK – nebelflash. alles grau. schneematsch grau. himmel grau. häuser grau. leute grau. der grant der mitmenschen erklärt sich plötzlich. der eigene wird dadurch aber auch nicht weniger. und gerade zu semesterbeginn plagt studierende die unfähigkeit der uni-verwaltungen, lvs überschneidungsfrei anzubieten oder auch nur konkrete auskünfte zu erteilen. im rücken zieht sich schon wieder alles zusammen. und die füße sind nass von diesem gatsch! (wer würde sich im februar auch neue winterschuhe kaufen? es MUSS doch gleich der frühling kommen! den würd ich mit dem kauf  von neuen winterschuhen ja nur verschrecken)

in diesen situationen wünscht mensch sich nichts sehnlicher, als ein alpenmurmeltier zu sein. oder das menschliche pendant – sich mit netten menschen zu hause einbunkern, fernsehen, lesen, tee trinken, junk food essen (nicht dass die fettreserven ausgehen! das wär im winterschlaf doch fatal), computer spielen, den ganzen tag im jogginganzug herumrennen und vor allem: schlafen. im märz würden wir dann vielleicht wieder raus kommen und ein bisschen frischluft schnuppern.

weil das nicht geht, brauchen wir andere alternativen. müssen uns überwinden, den verlockungen des winteschlafs nicht nachzugeben. anders überwintern. hier ein paar vorschläge meinerseits, feel free to ergänz.

im pub ansaufen.

sinnvolle blogs lesen.

sinnvolle magazine lesen (juchu, die neue missy ist da!)

drecks-fantasy lesen

kongresse mitorganisieren/an kongressen teilnehmen

seminararbeiten fertigschreiben und abschicken (für die ganz harten)

ins soli gehen

in die sauna gehen

in die therme fahren

schifahren. alternativ: am berg in der sonne sitzen.

so viel arbeiten wie möglich, damit mensch in wärmeren monaten mehr zeit zum sonneaufbauchscheinenlassen hat.

tageslicht-neonröhren einbauen. oder eine petition für tageslicht-neonröhren an österreichs hochschulen ins leben rufen

sich kreativ betätigen (oder anderen dabei zuschaun)

harry potter lesen (immer gut)

sich einen clown anschaun

sich mit meeresrauschen beschallen

feel-good-musik hören

autosuggestion

den sommerurlaub planen

sich daran erinnern, wie scheiße wien im sommer ist und die kälte auf den wangen genießen

jemanden einsalzen

tulpen kaufen und anschaun

tulpen herschenken

eine reise in die südliche hemisphäre gewinnen.

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