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Ausgeränkt.

Das „Times“ – Ranking für Hochschulen ist da. Ein weiteres in der unendlichen Reihe der Reihungen, bei der eine Uni der anderen dann die lange Nase zeigen kann und ein „ich bin besser als ihr“ in Richtung der unteren Plätze nölt.

Nun ist die Uni Wien wie eine Schlammlawine vom Platz 115 auf 132 gerutscht – welch Schmach, welch Schande. Und was sagt Johannes Hahn dazu? Studiengebühren, Zugangsbeschränkungen! Dann wird alles besser!

Es folgt: die genauere Betrachtung.

Was sind eigentlich die Kriterien dieses Hochschulrankings? derstandard hat das in seinem artikel kurz zusammengefasst, und auch hier ist die „Scorecard“ zu finden.

Die zeigt deutlich: 40% der Bewertung sind daraus entstanden, dass 10000 WissenschaftlerInnen befragt wurden, was ihrer Meinung nach tolle Universitäten sind. Der Rest der Kriterien setzt sich aus Internationalität (wie viele AusländerInnen finden sich bei Lehrenden und Studierenden?), Qualität der Lehre (wie viele Lehrende pro StudentIn) und Forschung und Chancen am Arbeitsmarkt (die Wirtschaft wurde befragt).

Der/die aufmerksame LeserIn wird jetzt sagen: „Und warum sollten Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren die Sache besser machen? Das hat mit den gezogenen Kriterien des Rankings überhaupt nichts zu tun.“ – ja EBEN! Zwischen den Faktoren des Rankings und Studiengebühren/Zugangsbeschränkungen gibt es keine nachvollziehbare Kohärenz!

Und das zeigt auch die Realität: Von den österreichischen Universitäten ist die Uni Wien die größte und diversifizierteste, und sie ist im Gegensatz zu medizinischen Universitäten oder Fachhochschulen in vielen Bereichen nicht zugangsbeschränkt .  Rund 80% der Studierenden dort zahlen keine Studiengebühren. Und bei aller Liebe – weder die Med Unis noch eine beliebige FH hats in die Top 200 geschafft.

Lösungsansätze?

Wie die Unis bei Rankings zukünftig besser abschneiden können weiß ich nicht, ich halt es aber auch nicht für sonderlich zentral. Zuerst bräuchte es eine ernszunehmende Diskussion darüber, welche Maßstäbe an Unis überhaupt anzulegen sind, um sie für „gut“ oder „schlecht“ zu erklären – alleine WissenschaftlerInnen nach ihren Meinungen zu fragen find ich unseriös. Für das österreichische Hochschulwesen gilt nach wie vor: mehr Geld für den tertitären Bereich und ein gemeinsames Schulsystem im primären und sekundären Bereich. Und dann, erst dann diskutieren wir wieder über Rankings.

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